Strafverfolgung & Rechtsfolgen

 

Welche Strafen drohen Nutzern, die durch Downloaden von Musik im Web gegen das Urheberrecht verstoßen?

 

 

Strafverfolgung Musik illegal gewerblich nutzen

 

 

Hier ist zunächst zwischen den zivilrechtlichen Forderungen der Rechteinhaber und dem Strafverfahren zu unterscheiden:

 

Zivilrechtlich kann die Musik- beziehungsweise Filmindustrie vom Verletzer grundsätzlich die Unterlassung des zukünftigen (illegalen) Downloads oder Angebots von Musik- und Filmwerken im Internet sowie Schadensersatz verlangen. Sowohl die damit verbundenen Anwaltskosten sowie der Schadensersatz können existenzbedrohend wirken. Weil man den verursachten Schaden nicht genau ermitteln kann, verlangt die Musikindustrie je nach Anzahl der Musik- oder Filmwerke allerdings häufig „lediglich“ eine Pauschalzahlung zwischen 3000 und 10 000 Euro.

 

Der Download und das öffentliche Angebot von urheberrechtlich geschützten Musik- oder Filmwerken sind zudem auch strafbar. Hierfür droht gemäß Paragraf 106 Urheberrechtsgesetz eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Kinder, die jünger als 14 Jahre sind, sind strafrechtlich nicht verantwortlich. Für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren ist nur das Jugendstrafrecht anwendbar, welches in der Regel mildere Strafen vorsieht. Auch für Heranwachsende von 18 bis 20 Jahren kann gegebenenfalls das Jugendstrafrecht anwendbar sein. Hier wird auf den jeweiligen Entwicklungsstand des Beschuldigten abgestellt.

 

Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz sind keine „Kavaliersdelikte“, denn es sind sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Rechtsfolgen vorgesehen. Zivilrechtlich drohen dem Rechtsverletzten Ansprüche auf Unterlassung, Beseitigung (z. B. Löschung illegaler Dateien), Urteilsveröffentlichung, Auskunft (z.B. über die Herkunft illegalen Materials) sowie auf Zahlung eines angemessenen Entgelts in Form von Schadenersatz.

 

Die Zahlung von Schadenersatz setzt ein Verschulden voraus. Alle anderen zivilrechtlichen Ansprüche bestehen auch ohne Verschulden des Rechte-Verletzers. Unterlassungsansprüche können mittels einstweiliger Verfügung gesichert werden.

 

Vorsätzliche Urheberrechtseingriffe sind sogar gerichtlich strafbar und können Geldstrafen und in besonders schweren Fällen auch Haftstrafen bis zu zwei Jahren zur Folge haben.

 

Es droht Ihnen sicher keine Strafe, wenn Sie die lizenzierten Musiktitel unserer Musik Computer mit LSG und AustroMechana Lizenz für die gewerbliche Nutzung verwenden!